Straßenstation
Fl. Naro
Neretva
Der Naro, die heutige Neretva, ist auf der Karte ohne Namen gezeichnet, und sein Lauf ist um einen rechten Winkel gedreht. Der Fluss durchbricht das Karstgebirge in einer tiefen Schlucht und endet in einem sumpfigen Delta an der Adria; oberhalb von Narona weitete er sich einst zu einem See, und Schiffe konnten über die Stadt hinaus flussaufwärts fahren. Der griechische Historiker Theopomp glaubte, Ägäis und Adria seien unterirdisch verbunden, weil Keramik aus Chios und Thasos im Fluss auftauchte. Cato lobte ihn als groß, schön und fischreich, und an seinen Ufern wuchs die Iris.